| Was wäre
ein Urlaub ohne Shopping? Ohne das Stöbern in Souvenirläden,
Märkten und Geschäften, auf der Suche nach
Geschenken, Raritäten und den landestypischen Lebensmitteln?
Herrlich im Gewimmel dahinzuschlendern, der Duft von
frischem Brot, Pizza, Fisch und Brathähnchen mischt
sich mit dem Geruch des Meeres. Die lebhaften Unterhaltungen
der Einheimischen im Ohr und die Vielfalt der kleinen
Geschäfte, Stände oder Boutiquen im Auge.
In größeren Orten finden Sie Supermärkte
und in den Städten Einkaufszentren. Wir empfehlen
auch die örtlichen Märkte, in denen es alles
zu kaufen gibt und die orientalisches Flair verbreiten.
Je weiter diese Märkte von der Küste entfernt
sind, umso ursprünglicher präsentieren sie
sich. Viele Bauern bieten ihre Produkte auch an den
Straßenränder feil, meist Obst und Gemüse,
deren Kauf sich immer lohnt.
Geschäfte und Supermärkte sind von 9.00 -
13.00 Uhr und von 16.00 - 20.30 Uhr, Supermärkte
und EKZ sind meist durchgehend bis 22.00 Uhr geöffnet.
Es gibt natürlich in der Saison eine sehr flexible
Öffnungszeit am Abend, so dass Sie auch nach dem
Abendessen bequem einkaufen können. Selbstverständlich
ist auch großteils sonntags geöffnet.
Kulinarisches
Selberkochen oder Essengehen - das ist hier die Frage!
Eine der „Lieblingsbeschäftigungen“
unserer Gäste ist unbestritten das Kennenlernen
der sardischen Küche. Diese entsprang der antiken
Kultur der Schäfer und Bauern: einfach, nur örtliche
Zutaten und ausgewogen. Heutzutage sind diese Gerichte
um einiges ausgefeilter und mit der italienischen Küche
vermischt worden, doch der Ursprung dominiert immer
noch. Als Einstieg in ein typisches Essen gibt es Oliven,
„salciccia“ (eine grobe Salami, Schweinefleisch),
mariniertes Gemüse und Pilze. Ein Klassiker ist
die „zuppa Gallurese“, welche keine Suppe
ist, sondern im Backofen gegarte Fleischbrühe,
mit Fladenbrot, Pecorino und frischer Petersilie. Unbedingt
probieren!
Das Spanferkel (porcheddu) oder Zicklein am Grill, nach
der sardischen Methode gewürzt mit Blüten
oder den Blättern des Mirto-Strauches, mit Rosmarin
und Lorbeer, gehört zum „Muß“
eines Sardinienurlaubs. Aber auch die sardische Art
der Teigwaren, den „Malloreddus“ sollten
Sie kennenlernen, ebenso wie die hausgemachten „gnocchetti“
(kleine Klößchen) oder Ravioli mit „ricotta“
(Frischkäse).
Auch von den „Seadas“(Teigtaschen mit Käsefüllung,
in Öl gebraten und mit Honig übergossen...)
als süße Nachspeise werden Sie nicht genug
bekommen. Dazu dann noch ein kräftiger Schluck
vom „filu e ferru“ (Eisendraht), dem sard.
Grappa als Verdauungsanreger.
Ein Wort zum Käse
Da es auf der Insel mehr Schafe als Einwohner gibt,
ist die geschmackliche Vielfalt des „Pecorino“
fast unendlich. Jede Weide hat ihre spezifischen Kräuter,
jeder Schäfer seine eigene Methode der Käsebereitung,
das unterschiedliche Klima und die Reifezeit tragen
noch zu dieser Vielfalt bei. Pecorino gibt es von frisch
(weich) bis gelagert (hart, würzig). Dann gibt
es auch ganz vorzüglichen Kuhmilchkäse, meist
als „peretta“ (birnen-förmig) und „dolce
sardo“. Auch der Ziegenkäse (caprino) wird
angeboten, jedoch hauptsächlich mit den anderen
Milchsorten vermischt. Dann gibt es noch eine ganz spezielle
Käseart, offiziell aus Hygienegründen nicht
im Handel und absolut nichts für zarte Mägen
(formaggio marcio mit Maden).
Honig
Seit antiken Zeiten wurde auf der Insel mit Honig gesüßt.
Überall gab es die traditionellen Bienenstöcke
aus Kork. Die vielfältige Flora der Insel ist grundlegend
für eine reiche Palette an Honigsorten. Vom Rosmarinhonig
bis zum bitteren(!) Corbezzolo-Honig, dem man verschiedene
Heilkräfte zuschreibt. Ausprobieren und genießen!
Fisch & Meeresfrüchte
Eigentlich sind die Sarden kein Fischervolk, trotzdem
wird Fisch ganz groß geschrieben, ist doch das
saubere und glasklare Meer ideal für zahlreiche
Fischsorten. Überall können Sie längs
der Küste frischen Fisch kaufen, entweder direkt
von den Fischern (morgens) oder in einem der vielen
Fischläden. Orate, spigola, sarago und cefalo muggine
sind hervorragende Arten.
Berühmt ist der „Aragosta“, eine Langustenart,
der vornehmlich im Norden gefangen wird. Berühmt
ist auch die „Bottarga“ (Thunfischeier getrocknet
und zu Stücken gepresst) gerieben, als Teil eines
Nudelgerichtes. Tintenfisch, Miesmuscheln und andere
Meeresfrüchte runden das reichhaltige Angebot ab.
Stöbern auf den Märkten
„mercato“
Täglich : Sassari (Piazza
Tolu)
Montag : Luogosantu, Cannigione,
Bassacutena
Dienstag : Aglientu, Olbia
Mittwoch : La Maddalena,
Arzachena, Alghero
Donnerstag : Santa Teresa, Aggius
Freitag : Palau
Samstag : Tempio, Olbia
In der Regel beginnen die Märkte gegen 9.00 vormittags
und enden gegen 13.00. Viel Spaß beim Stöbern!
In Vino veritas
In Vino veritas
Zur meridianen Küche gehört untrennbar ein
Glas Wein zur Begleitung der Speisen und zur Belebung
der Sinne. Auch bei einem Sonnenuntergang, beim Gezirpe
der Zikaden, dem Meeresrauschen und dem Duft der Macchia,
vermag eine ausgesuchte Flasche Wein ungeahnte Emotionen
zu wecken. Sardinien hat Dank seiner Lage, seines Klimas
und seiner antiken Tradition des Kelterns, zahlreiche
renommierte Weinanbaugebiete. Das Gebiet um Alghero,
die Zone des Limbaras, der Mandrolisei, die Barbaggia,
Jerzu, Oristano mit der Campidano sind Anbaugebiete
ersten Ranges. Rebsorten wie Vermentino (weiß),
Cannonau, Nebbiolo, Malvasia, Moscato (natur-süß)
oder der antike Vernaccia, lassen die Genießer
neue Köstlichkeiten entdecken. Der Großteil
der sardischen Winzergenossenschaften (Cantina sociale)
verkaufen hervorragenden und sehr preisgünstigen,
offenen Wein. Die Cantinas von Tempio, Berchidda, Monti
und Sorso/Sennori sind die empfehlenswertesten im Norden
der Insel. In Valledoria in der Cantina Anglodoria,
Via Matteotti,34 ist der offene Rotwein ausgezeichnet.
Ein kühler spritziger, weißer Vermentino
aus Tempio oder Monti ist eine Wohltat an heißen
Sommertagen. Ein Nebbiolo di Luras eine Wonne zur Hauptspeise,
genauso wie der kräftige Cannonau. Und ein Moscato
dolce (Tempio) verleiht dem Dessert ungeahnte Gaumenfreuden.
Öffnungszeiten der Cantinas: Mo - Fr 9 - 12 und
14 - 18 Uhr, Samstags 9 - 12 Uhr

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