Kultur und Geschichte

Geschichte und Kultur

Eine sehr fundierte Einführung in die kulturelle sardische Vergangenheit bietet der ausgezeichnete Reiseführer von DU MONT. Hier einige Tipps für den Nordosten.

Gigantengräber, Dolmen, Feengrotten und Nuraghen
Gut erhaltene „Tomba di giganti“ finden Sie in der Nähe von Arzachena ( Li Muri, Coddu Vecchiu, Li Lolghi) und Calangianus ( Li Pascareddi) Außerhalb von Luras finden Sie die tonnenschweren Felsplatten der Hünengräber ( Dolmen di Ladas) Eine bedeutende Stätte der prähistori-schen Feengrotten befindet sich bei Bonorva (San Anrea Priu). Diese viele jahrtausende alten, ausgehöhlte Felsen dienten als Grabstätten und wurden in
späterer Zeit sogar bewohnt. Eine außer-ordentlich sehenswerte domus dei jana ist in Sedini zu besichtigen. Bei einem Alghero - Besuch sollten Sie sich die Necropoli Anghelo Ruiu unbedingt ansehen. Archäologisch sehr umstritten und sehenswert ist die Stufenpyramide des Monte d‘Accoddi bei Sassari.
Eine der gewaltigsten Nuraghen Sardiniens liegt weiter südlich bei Torralba (San Antine), etwas kleinere Ausgaben in Tempio (Nuraghe Maiori) und Olbia (Cabu Abbas) von deren Spitze aus, man einen großartigen Blick über den Golf von Olbia genießen kann.

Wachtürme, Kirchen
Überall verstreut an der Küste findet man die von den Spaniern erbauten Sarazenen-türme, bei Vignola können Sie auch einen besteigen. Sehr schöne Kirchen im Pisanischen Stil mit ihren charakteristischen schwarz-weißen Streifen liegen meist außerhalb der Orte, mitten in der Landschaft. Die bekannteste steht etwa 10 km vor Sassari (Santissima Trinita‘ di Saccargia) Zwischen Bulzi und Perfugas liegt eine sehr schöne Kirche mitten in den Feldern, ebenso wie in der Nähe von Tergu. Aber auch Alghero, Tempio, Sassari, Ploaghe haben Kirchen von großer kultureller und geschichtlicher Bedeutung.

Alte Städte, alte Dörfer
Wer liebt sie nicht - diese alten Städte mit ihren engen verwinkelten Gassen, malerischen Plätzen und streunenden Katzen? In Castelsardo schlendern Sie durch die Altstadt bis auf die Spitze der alten genuesischen Burg, um dort das Panorama zu genießen. Einen Blick ins kleine Museum sollten Sie auch werfen. Vor allem Tempio sollten Sie auf jeden Fall besuchen, am besten samstags, dem Markttag. Auch Santa Teresa ist einen Besuch wert, obwohl man dort schon ganz auf Touristen eingestellt ist, die vielen Souvenirläden und Eisdielen zeugen davon. Ursprünglichkeit in der Reinkultur bieten auf jeden Fall die Städte und Dörfer der Barbagia wie Pattada, die Stadt der Messer, Nuoro, Dorgali, Oliena und vor allem Orgosolo, das legendäre Banditendorf mit den bemalten Häusern. Zahlreiche kleine Bergdörfer der Gallura haben ihren unverwechselbaren Charakter und Reiz wie Luogosanto, der Wallfahrtsort mit seinen Granithäusern und steilen Gassen, Aggius, der Ort der Teppichweber, umrahmt von grandiosen Felsmassiven, San Pantaleo das Tor zur Costa Smeralda, eingebettet zwischen großartigen Felsformationen, oder San Antonio di Gallura in der Nähe des Lago di Liscia. Ozieri ist einbezauberndes kleines Städtchen und die Wiege der prähistorischen sardischen Kultur. Monti, ein liebenswerter kleiner Ort mit großer Weintradition und Korkverarbeitung.

Museen
In Sassari befindet sich das größte Museum Nordsardiniens (Museo Sanna) mit reichhaltiger Sammlung aus der Vergangenheit der Insel. Zahlreiche kleinere Museen finden sich in Orten wie Nuoro (Trachten), Ozieri (prähistorisch) Viddalba oder auf Caprera (Garibaldi)

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